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Umzugskartons: Welche Typen es gibt und woher sie kommen

Der Umzugskarton wirkt wie ein Nebenschauplatz und entscheidet doch mit darüber, ob der Hausrat heil ankommt. Ein Karton muss zwei Dinge können: sich sicher tragen lassen und sich stapeln lassen, ohne nachzugeben. Beides hängt an Materialqualität und Bauart, und beides merkt man erst, wenn es fehlt, meist auf halber Treppe.

Die üblichen Typen und ihre Beschaffung

Der Standardkarton ist der Allrounder für den größten Teil des Hausrats. Er ist bewusst nicht groß, damit er auch gefüllt tragbar bleibt, und er hat Griffe. Daneben haben sich einige Sonderformen etabliert:

  • Bücherkartons: kleiner und stabiler, für Bücher, Werkzeug, Konserven und alles Schwere
  • Kleiderboxen: hohe Behälter mit Stange, in die Kleidung auf dem Bügel hängend umzieht, ohne zu knittern
  • Behälter für Geschirr und Gläser: mit Einsätzen oder Fächern, die die Stücke einzeln trennen
  • Flachbehälter für Bilder und Spiegel: schmal und hoch, damit die Stücke stehend transportiert werden
  • stabile Mehrwegbehälter aus Kunststoff, die viele Betriebe zur Miete stellen

Nicht jeder braucht jeden Typ. Wer viele Bücher hat, braucht Bücherkartons. Wer viel Kleidung hat, spart mit Kleiderboxen erhebliche Zeit beim Aus- und Einräumen, weil der Schrankinhalt am Zielort einfach wieder umgehängt wird.

Alle drei Wege sind üblich. Kaufen lohnt sich, wenn Sie über Wochen selbst packen und die Kartons in Ihrem Rhythmus füllen wollen. Mieten ist die ressourcenschonende Variante, meist über Mehrwegbehälter, die nach dem Umzug wieder abgeholt werden. Über den Betrieb gestellt bekommen Sie Kartons dann, wenn der Packservice mitgebucht ist.

Bei der Miete lohnt der Blick auf zwei Punkte: wann die Behälter geliefert werden und wann sie wieder abgeholt werden. Wer am Zielort erst in Ruhe auspacken will, braucht einen Abholtermin, der dazu passt, sonst stehen die Behälter im Weg oder das Auspacken gerät unter Druck.

Gebrauchte Kartons: die Kostenfalle

Gebrauchte Kartons sind verlockend und oft eine schlechte Idee. Pappe verliert mit jedem Umzug und jeder Lagerung an Festigkeit, besonders wenn sie feucht gestanden hat. Ein Karton, der beim vorigen Umzug noch getragen hat, kann beim nächsten aufreißen, und dann liegt Geschirr im Treppenhaus. Achten Sie auf feste Kanten, unbeschädigte Böden, keine Verformungen und keinen Feuchtigkeitsgeruch.

Lebensmittelkartons aus dem Handel sind für Umzugsgut in der Regel ungeeignet. Sie sind auf einmaliges Stapeln unter definierten Bedingungen ausgelegt, nicht auf Tragen, Werfen und Wandern im Fahrzeug, und sie haben selten Griffe.

Wie viele braucht man

Diese Frage lässt sich seriös nur am konkreten Hausrat beantworten, und genau dafür ist das Aufmaß da. Der Betrieb schätzt aus Erfahrung ab, wie viele Behälter welchen Typs realistisch nötig sind. Als Faustregel gilt: Es werden immer mehr als gedacht. Zu wenige Kartons führen zu überfüllten Kartons, und überfüllte Kartons sind die häufigste Schadensursache beim Selbstpacken.

Planen Sie deshalb einen Puffer ein und klären Sie vorab, ob nicht benötigte Kartons zurückgegeben werden können.

Danach: Was mit den Kartons passiert

Mietbehälter werden abgeholt, gekaufte Kartons wollen entsorgt oder gelagert sein. Pappe gehört ins Altpapier, aber ein Hausrat ergibt eine Menge Pappe, die nicht in eine normale Tonne passt. Viele Betriebe nehmen Verpackungsmaterial auf Wunsch mit. Klären Sie das im Angebot, sonst steht der Stapel wochenlang im Flur.

Das Zubehör, an das man zuletzt denkt

Kartons allein reichen nicht. Wer beim Packen mittendrin feststellt, dass etwas fehlt, verliert mehr Zeit, als das Material kostet. Besorgen Sie deshalb gleich mit:

  • festes Klebeband und einen Abroller, der die Arbeit erträglich macht
  • Packpapier oder Knüllpapier zum Füllen von Hohlräumen
  • Polstermaterial für empfindliche Stücke
  • dicke Stifte zum Beschriften, die auf Pappe auch halten
  • Beutel für Kleinteile und Beschläge
  • Decken zum Abdecken und Schützen
  • Werkzeug für Demontage, griffbereit und nicht eingepackt

Der letzte Punkt ist der Klassiker: Das Werkzeug wandert in einen Karton, und der Karton steht im Fahrzeug, während man das Bett zerlegen will. Halten Sie eine Kiste mit Werkzeug, Stiften, Klebeband und Schere bewusst bis zuletzt offen und nehmen Sie sie selbst mit.

Beim Klebeband lohnt Qualität. Billiges Band löst sich, gerade bei kühler Witterung, und ein Karton, dessen Boden unterwegs aufgeht, kostet mehr als jede Ersparnis.

Fazit

Kartons sind kein Sparposten. Wählen Sie den Typ nach Inhalt, achten Sie auf feste, unbeschädigte Ware, planen Sie einen Puffer und klären Sie Lieferung, Rückgabe und Entsorgung im Voraus. Der Karton ist die letzte Schutzschicht zwischen Ihrem Geschirr und der Treppe, und an dieser Stelle zu sparen zahlt sich nie aus.

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